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Demenz

Finanzierung

Kann ich mir einen Platz in einem Pflegeheim leisten?

Jede betroffene Person, oder ihre Angehörigen, können auf Wunsch ein Gespräch mit der Pro Senectute vereinbaren. Bei ihr erhalten Sie die notwendigen Informationen zum Heimeintritt, zu den Kosten und der Finanzierung.( Ergänzungsleistungen und/oder Hilflosenentschädigung)

Wie sieht es aus, wenn Wohneigentum besteht und ein Partner in den «eigenen vier Wänden» bleiben will? Kann ein Platz im Heim dann trotzdem finanziert werden?

Der Besitz eines Eigenheims ist bei pflege- oder hilfsbedürftigen Personen bis zum Freibetrag geschützt. Wenn bei einem Paar ein Partner pflegebedürftig wird, muss das Eigenheim nicht unbedingt für die Finanzierung der Pflege verwendet werden. Detaillierte Auskunft und Beratung erhalten Sie bei der Pro Senectute oder der Ausgleichskasse ihrer Wohngemeinde.

Kann ich als «auswärtige» Person auch einen Platz bekommen? Muss man, wenn man aus einer anderen Gemeinde („Nicht-Genossenschaft-Gemeinde“) kommt, mit einer längeren Wartefrist rechnen?

Die Alterszentren der GAG stehen betagten Einwohnerinnen und Einwohnern mit Wohnsitz in einer der Gäuer Gemeinden zur Verfügung. Sofern es die Platzverhältnisse gestatten, werden auch Personen mit Wohnsitz ausserhalb des Bezirks Gäu aufgenommen.

Bei Personen mit Wohnsitz ausserhalb des Kantons Solothurn wird eine Kostengutsprache des betreffenden Kantons oder Wohnortes für jene Kosten vorausgesetzt, welche von dem Bewohnenden nicht aufgebracht werden kann.

Es besteht die Möglichkeit, sich mittels Anmeldeformular in den Alterszentren der GAG anzumelden. Interessenten werden je nach Prioritätsstufe auf die Dringlichkeitsliste gesetzt und bei einem freien Zimmer kontaktiert.

Zusammenarbeit mit dem Heim und zum Aufenthalt:

Ist das Personal verständnisvoll, wenn der Bewohnende schwierig oder unfreundlich wird?

Das Personal ist geschult im Umgang mit herausfordernden Situationen. Es arbeitet professionell und versucht das Verhalten in Zusammenhang mit seinen Bedürfnissen und den momentanen Gegebenheiten zu betrachten. Die Umgebung, die eigenen Antriebe und Gefühle des Bewohnenden nach Möglichkeit zu befriedigen um eine „Brücke“ zu bauen. Es ist sehr wichtig, sie/ihn ernst zu nehmen und und zu bestätigen, um dann mit einer empathischen, wertschätzenden Haltung und Kommunikation die Situation zu entschärfen.

Kann ich als Familienangehöriger noch mitreden? Werde ich als Angehöriger in die Entscheide der Pflege miteinbezogen?

Auch wenn jetzt andere Personen die Betreuung und Pflege übernehmen, sind die Angehörigen weiterhin die wichtigsten Bezugspersonen. Sie kennen die Gewohnheiten und Vorlieben am Besten, sie wissen was den Bewohnenden bedrückt, aufregt oder erfreut. In diesem Sinne sind sie für uns Betreuende eine wertvolle Hilfe und Unterstützung.

In der Behandlungspflege werden sie von unseren Fachverantwortlichen gerne informiert.

Trotz Hilfsbedürftigkeit bestimmt der Mensch mit Demenz selber, sofern er/sie nicht Selbst- und/oder Fremdgefährdet ist.

Was mache ich als Angehöriger, wenn die Person bei einem Besuch von mir nicht im Heim bleiben will, sondern mit nach Hause gehen will?

Beim Verabschieden entsteht das Gefühl von Verlassen werden und Einsamkeit. Der Mensch mit dem ich eine Nähe und Beziehung hergestellt habe, geht plötzlich wieder weg. Den Menschen mit Demenz überfordert diese Situation und deshalb soll ich mich nicht verabschieden, sondern gestalte die Begrüssung und Verabschiedung bewusst..

In dieser Situation kann zum Beispiel eine andere Person (Betreuende) dazu kommen, den Kontakt zum Bewohnenden aufnehmen, damit Sie als Angehörige gehen können.